Die Schleifhilfe

für wirklich scharfe Messer

Wissenswertes

Schärf- bzw. Schleifergebniß

Wie unterscheidet sich das Schärf- bzw. Schleifergebnis mit dem Messerguide von anderen Verfahren?
Dies zeige ich hier an einem Beispiel eines kommerziell geschliffenen Messers. Die Kinge besteht aus einem herkömmlichen nichtrostenden Edelstahl mit einer Härte von ca. 55 - 57 HRC.
Das Messer ist vermutlich auf einer Bandschleifmaschine geschliffen worden, wie man an der balligen Form der Fase und den rechtwinkelig zur Wate verlaufenden Schleifriefen erkennen kann. Der Bildausschnitt zeigt ca. 3mm der Klinge. Die Fase kann unter dem Mikroskop nicht klar dargestellt werden da durch den Balligen Schliff eine zu starke Lichtreflexion erfolgt. Schliff einer Bandmaschine
Das gleiche Messer mit einem Bildausschnitt von 1mm. Hier kann man zusätzlich sehen, dass die Kontur nicht korrekt bearbeitet wurde, da einige Stellen des Messers nicht richtig ausgeschliffen worden sind. Mess 10
Noch eine fehlerhafte Stelle im Messer! Bandschleiffase 3
Die gleiche Fase nach der Bearbaitung des Messers unter zurhilfenahme des Messerguides. Das Messer hat eine komplette Konturüberarbeitung erhalten. Es wurde zuerst mit einem Schleifstein der Körnung 400 (JIS) wieder in Form gebracht und dann über mehrere Schleifvorgänge (1000, 2000, und 5000 JIS) auf seine EndSchärfe gebracht. (Bildausschnitt ca. 1mm) Messerguidefase

Schärf- bzw. Schleifergebniß 2.

Schärfschritte von einer stumpfen bis zu einer hochscharfen Klinge.
Dies zeige ich hier an einem Beispiel eines einfachen und preiswerten Messers. Die Kinge besteht aus einem herkömmlichen nichtrostenden Edelstahl
mit einer Härte von ca. 52 - 54 HRC.
Beschreibung/Bearbeitungsschritte Bildausschnitt ca. 3 mm Bildausschnitt ca. 1 mm
Das Messer wurde auf einer Tormek 7 mit einem Schleifstein der Körnung 220 vorgeschliffen da die Klinge starke Ausbrüche (0,3 - 0,7mm) aufwies. Man erkennt deutlich die rechtwinkelig zur Wate verlaufenden Schleifriefen und den entstandenen groben Schleifgrad. Tormek7 220 Tormek7 220 1
Der Schleifgrad wurde hier gebrochen indem das Messer durch ein Hartholz gezogen wurde. Auch wenn man mit diesem Messer Schon gut schneiden kann, kann man hier nicht von Schärfe sprechen. Selbst wenn die Klinge mit Schleifpaste auf einem Leder abgezogen würde hätte man noch immer beim Papiertest ein deutliches hakeln. Ein durchgehender Schnitt durchs Papier wäre nicht möglich. Tormek7 220 3 Tormek7 220 2
Den nächsten Schritt könnte man auch noch als Schleifen bezeichnen, da mit einem 400er Stein auch noch an der Kontur des Messers gearbeitet wird. Messer mit nur leichten Ausbrüchen von unter 0,2 mm können mit einem 400er Stein problemlos in wenigen Schleifzügen wieder in Kontur gebracht werden.
Erste Bearbeitung mit dem Messerguide auf einem Naniwa Bankschleifstein mit einer Körnung 400(Jis).
Da hier wesentlich weniger Druck beim Schleifvorgang eingesetzt wird und der Stein etwas feiner ist sind die Riefen schon nicht mehr so markant. Die Klinge ist ca. 20 - 30 mal in einem Winkel von 15° mit leichtem Druck über den Stein geführt worden. Bei den letzten Zügen würde das Messer ohne zusätzlichen Druck nur mit dem Eigengewicht des Messers und des Messerguides über den Stein gezogen. Die Fase hat nun nicht mehr wie im vorherigen Bild die zweistufige Fase, die durch die ungenaue Führung an der Tormek entstanden ist. Auch ist kaum noch ein Grad zu sehen der durch das leichte Abziehen am Ende des Schleifvorgangs entfernt wird. Das Messer hat nun schon eine einfache Schärfe mit der sich schon gut schneiden lässt (Papier 80gr. ja, Armhaare nein).
Naniwa 400 Naniwa 400 1
Nun kann nach dem Schleifen der Klinge mit dem eigentlichen Schärfen begonnen werden.
2. Schärfschritt
Hier wurde auf einen Naniwa Bankschleifstein mit einer Körnung 1000(Jis) gewechselt. Die Klinge wurde ca. 15 - 20 mal mit jeder Seite über den Stein gezogen. Auch hier wurde der leichte Druck zum Ende des Schleifzyklus bis zum Abziehen mit dem Eigengewicht reduziert. Die Klinge hat nunmehr schon eine Schärfe die der Schärfe eines neuen Messers entspricht.
Naniwa 1000 Naniwa 1000 1
3. Schärfschritt
Wechsel auf einen Naniwa Bankschleifstein mit einer Körnung 2000(Jis). Auch hier wurde die Klinge 15 - 20 mal genau wie im vorangegangenen Schleifzyklus über den Stein geführt. Die Klinge ist nun schon schärfer als die Schärfe des Messers im Neuzustand. Das Ergebnis bestätigt sich im Armhaaretest. Zeitungspapier lässt sich in dünne Streifen schneiden, weiche Tomaten lassen sich in einer Dicke unter 1 mm in dünne Scheiben schneiden.
Naniwa 2000 Naniwa 2000 1

Das Prinzip

Mit dem MesserGuide wird genauso geschliffen als würden Sie von Hand Ihr Messer schleifen. Der MesserGuide nimmt Ihnen jedoch die Winkelführung beim Schärfen (Schleifen) ab. Es besteht nicht mehr die Gefahr, dass sich Ihr Schleifwinkel während des Schleifvorgangs verändert.
Ansonsten sind die Bewegungen gleich. Der Schleifwinkel wird durch den MesserGuide während des Schleifvorgangs konstant gehalten und kann Ihnen nicht mehr aus der Hand gleiten.
Der Halter sorgt für eine zentrierte Fassung des Messers und ermöglicht durch das Rotationsprinzip ein einfaches Wechseln der Schleifseiten.
Die Messer werden im Halter rutschfest eingeklemmt. Die Gummierung des Halters verhindert ein verkratzen der Messer durch den Halter.
Die Führung hält den Schleifwinkel konstant und ermöglicht ein sauberes, gleichmässiges Vor- und Zurückbewegen des Messers.
Das Ergebnis ist ein gleichbleibender Schärfwinkel, auch beim nächsten Schärfen und somit wirklich scharfe Klingen.

Bei der Wahl der Schärfsteine (Schleifsteine) haben Sie die freie Wahl. Sie können den Messerguide mit nahezu allen im Handel erhältlichen Schleifsteinen einsetzen. Wir empfehlen zwar einige Schleifsteine welche auch bei uns im Shop erhältlich sind, Sie können jedoch auch auf andere Schärfsteine zurückgreifen.

Vorteile des Messerguide gegenüber herkömmlichen Führungen oder dem Handschleifen:

- Winkelgenauigkeit von bis zu 0,1°
- Winkeltreue über die komplette Klingenlänge
- kein Umsetzen der Schleifhilfe auf der Klinge wärend des Schleifvorgangs*

- Wiederholgenauigkeit
  Durch die hohe Wiederholgenauigkeit des Schleifwinkels wird der Materialabhub reduziert. Die Messer sind schneller
  wieder scharf und halten länger da nicht so viel Material abgeschliffen werden muss um die Messer wieder scharf zu
  bekommen. Dies erhöht die Lebenszeit der Messer um ein Vielfaches.

- schnelle Schleiferfolge ohne lange Übungsphase
- Die Messer werden nicht durch den Halter beim Schleifen verkratzt
- freie Wahl der einzusetzenden Schleifsteine

Das Rotationsprinzip

Der Halter ermöglicht eine feste und sichere Arretierung des Messers in der Führung. Durch seine axiale Lagerung ist ein einfaches Wenden der zu schleifenden Messerseiten möglich bei Einhaltung eines konstanten Schleifwinkels ohne das Messer umspannen zu müssen*.

* Dies gilt jedoch nur für Klingen mit Ryo-ba Schliff (beidseitig).
   Für Messer mit Kata-ba Schliff (einseitiger japanischer Hohlschliff) gilt dies, bedingt durch die besonder Klingencharkteristig, nicht.

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