Die Schleifhilfe

für wirklich scharfe Messer

Schärf- bzw. Schleifergebniß 2.

Schärfschritte von einer stumpfen bis zu einer hochscharfen Klinge.
Dies zeige ich hier an einem Beispiel eines einfachen und preiswerten Messers. Die Kinge besteht aus einem herkömmlichen nichtrostenden Edelstahl
mit einer Härte von ca. 52 - 54 HRC.
Beschreibung/Bearbeitungsschritte Bildausschnitt ca. 3 mm Bildausschnitt ca. 1 mm
Das Messer wurde auf einer Tormek 7 mit einem Schleifstein der Körnung 220 vorgeschliffen da die Klinge starke Ausbrüche (0,3 - 0,7mm) aufwies. Man erkennt deutlich die rechtwinkelig zur Wate verlaufenden Schleifriefen und den entstandenen groben Schleifgrad. Tormek7 220 Tormek7 220 1
Der Schleifgrad wurde hier gebrochen indem das Messer durch ein Hartholz gezogen wurde. Auch wenn man mit diesem Messer Schon gut schneiden kann, kann man hier nicht von Schärfe sprechen. Selbst wenn die Klinge mit Schleifpaste auf einem Leder abgezogen würde hätte man noch immer beim Papiertest ein deutliches hakeln. Ein durchgehender Schnitt durchs Papier wäre nicht möglich. Tormek7 220 3 Tormek7 220 2
Den nächsten Schritt könnte man auch noch als Schleifen bezeichnen, da mit einem 400er Stein auch noch an der Kontur des Messers gearbeitet wird. Messer mit nur leichten Ausbrüchen von unter 0,2 mm können mit einem 400er Stein problemlos in wenigen Schleifzügen wieder in Kontur gebracht werden.
Erste Bearbeitung mit dem Messerguide auf einem Naniwa Bankschleifstein mit einer Körnung 400(Jis).
Da hier wesentlich weniger Druck beim Schleifvorgang eingesetzt wird und der Stein etwas feiner ist sind die Riefen schon nicht mehr so markant. Die Klinge ist ca. 20 - 30 mal in einem Winkel von 15° mit leichtem Druck über den Stein geführt worden. Bei den letzten Zügen würde das Messer ohne zusätzlichen Druck nur mit dem Eigengewicht des Messers und des Messerguides über den Stein gezogen. Die Fase hat nun nicht mehr wie im vorherigen Bild die zweistufige Fase, die durch die ungenaue Führung an der Tormek entstanden ist. Auch ist kaum noch ein Grad zu sehen der durch das leichte Abziehen am Ende des Schleifvorgangs entfernt wird. Das Messer hat nun schon eine einfache Schärfe mit der sich schon gut schneiden lässt (Papier 80gr. ja, Armhaare nein).
Naniwa 400 Naniwa 400 1
Nun kann nach dem Schleifen der Klinge mit dem eigentlichen Schärfen begonnen werden.
2. Schärfschritt
Hier wurde auf einen Naniwa Bankschleifstein mit einer Körnung 1000(Jis) gewechselt. Die Klinge wurde ca. 15 - 20 mal mit jeder Seite über den Stein gezogen. Auch hier wurde der leichte Druck zum Ende des Schleifzyklus bis zum Abziehen mit dem Eigengewicht reduziert. Die Klinge hat nunmehr schon eine Schärfe die der Schärfe eines neuen Messers entspricht.
Naniwa 1000 Naniwa 1000 1
3. Schärfschritt
Wechsel auf einen Naniwa Bankschleifstein mit einer Körnung 2000(Jis). Auch hier wurde die Klinge 15 - 20 mal genau wie im vorangegangenen Schleifzyklus über den Stein geführt. Die Klinge ist nun schon schärfer als die Schärfe des Messers im Neuzustand. Das Ergebnis bestätigt sich im Armhaaretest. Zeitungspapier lässt sich in dünne Streifen schneiden, weiche Tomaten lassen sich in einer Dicke unter 1 mm in dünne Scheiben schneiden.
Naniwa 2000 Naniwa 2000 1
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